In der Archäologie gibt es verschiedene Berufe. Nicht für alle ist ein Studium erforderlich.
Archäologin/Archäologe
Voraussetzung dazu ist das Studium an einer Universität (Basel, Bern, Fribourg, Genf, Lausanne, Neuchâtel oder Zürich). Die Archäologie ist auf verschiedene Fächer aufgeteilt: prähistorische Archäologie, provinzialrömische Archäologie, Mittelalterarchäologie, klassische Archäologie, vorderorientalische Archäologie oder Ägyptologie. In Basel oder Genf ist auch ein naturwissenschaftliches Archäologiestudium möglich: Archäobotanik, Geoarchäologie, Archäozoologie, Anthropologie oder Isotopenforschung.
Nach dem Studium bieten sich Ihnen im Wesentlichen folgende Möglichkeiten: Mitarbeit in einer Kantonsarchäologie, in einem archäologischen Museum oder eine universitäre Laufbahn. Detaillierte Auskünfte über die Ausbildungsgänge erhalten Sie auf den Websites der Universitäten.
Grabungstechnikerin/Grabungstechniker
Diese Berufsgruppe ist verantwortlich für die technische Abwicklung einer Ausgrabung oder Bauuntersuchung nach genau definierten, wissenschaftlichen Kriterien sowie die Leitung der Grabungsequipe. Voraussetzung für das Erlangen des eidgenössischen Fachausweises in der Grabungstechnik ist entweder eine 3-jährige Berufslehre, Matura oder eine gleichwertige Ausbildung sowie mindestens 4 Jahre vollzeitliche archäologische Berufspraxis – oder der Abschluss einer 2-jährigen Berufslehre oder gleichwertige Ausbildung und mindestens 6 Jahre vollzeitliche archäologische Berufspraxis.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Vereinigung des archäologisch-technischen Grabungspersonals VATG.
Wissenschaftliche Zeichnerin/wissenschaftlicher Zeichner
Dieses Tätigkeitsfeld umfasst das Erstellen von Zeichnungen, Illustrationen und Rekonstruktionen für wissenschaftliche Publikationen und die Öffentlichkeitsarbeit der Kantonsarchäologie. Die Ausbildung erfolgt an der Hochschule Luzern (HSLU) im Studiengang Illustration Nonfiction oder an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) im Studiengang Design mit Vertiefung Knowledge. Informationen zur Ausbildung finden Sie auf den Websites der Hochschulen.
Restauratorin/Restaurator und Konservatorin/Konservator
Damit archäologische Funde nach ihrer Bergung aus dem Boden für die Nachwelt erhalten bleiben, bedarf es Fachleute für Konservierung und Restaurierung. Dabei umfasst die Konservierung den Schutz eines Objekts vor Schäden oder Zerfall. Dazu gehört auch für geeignete Lagerbedingungen zu sorgen oder Funde korrekt zu verpacken.
Die Restaurierung bringt einen Fund möglichst in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Dies umfasst u. a. die Reinigung von Objekten, das Zusammenfügen einzelner Teile zu einem Ganzen oder das Ergänzen fehlender Elemente. Diese Arbeiten müssen gut dokumentiert werden.
Voraussetzung für diesen Beruf sind genaue Kenntnisse der Werkstoffe (Materialkunde, Chemie, Physik etc.), handwerkliche Fähigkeiten sowie kunst- und kulturhistorisches Wissen. Die Ausbildung erfolgt an einer Fachhochschule und ist in einen Bachelor- und Masterstudiengang gegliedert. Weitergehende Informationen erhalten Sie beim Schweizerischen Verband für Konservierung und Restaurierung SKR.