Pfahlbauten sind die Reste von Siedlungen der Jungsteinzeit und Bronzezeit (ca. 4300–800 v. Chr.). Sie bestehen im Wesentlichen aus Pfählen – Reste der Bauten, Wege und Palisaden – und der Abfallschicht, die sich während der Besiedlung gebildet hat. Mit Hilfe des feuchten Milieus und des Einschlusses im Sediment haben sich organische Reste (Holz, Pflanzensamen, Textilien) ausserordentlich gut erhalten. Dank diesem einzigartigen Archiv können Landwirtschaft, Umwelt, Siedlungen und Handwerk dieser Zeit sehr detailliert analysiert und rekonstruiert werden. Deshalb bilden 111 Fundstellen aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Slowenien, Frankreich und Italien das UNESCO-Welterbe «Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen».